Typen
Arten von Pflastersteinen: 40 bis 100 mm
Pflastersteine unterscheiden sich vor allem in Dicke, Format und Form. Die Dicke wählen Sie nach der Belastung: 40–50 mm für Gehweg und Terrasse, 60–80 mm für Hof und Zufahrt, 80 mm und mehr für Stellplätze und befahrene Flächen. Form und Format sind eine Frage der Optik — und davon, wie viele Schnitte das Verlegemuster verlangt.
Steindicke nach Verwendung
| Dicke | Wofür |
|---|---|
| 40 mm | Gehwege, Terrassen, Fußverkehr |
| 60 mm | Hof, Gehweg, leichte Last |
| 80 mm | Zufahrt, Pkw-Stellplätze |
| 100 mm | Befahrbare und gewerbliche Flächen |
Formate und Verbrauch
Übliche Formate sind 20 × 10 cm (Verbrauch rund 50 Stück/m²) und 10 × 10 cm (rund 100 Stück/m²). Mehrformatsysteme kombinieren mehrere Größen — sie werden als ein sich wiederholender Verlegeblock gelegt. Ein größerer Stein heißt weniger Stücke und schnelleres Verlegen, ein kleiner ergibt ein feineres Bild.
Die Regel, die bestimmt, was noch Pflaster ist
Hinter dem Sortiment im Baustoffhandel steht ein Seitenverhältnis: Ein Pflasterstein nach DIN EN 1338 ist höchstens viermal so lang wie dick. Klingt nach einem Detail, erklärt aber das ganze Regal.
Ein Stein von 40 mm Dicke darf danach höchstens 160 mm lang sein, 60 mm erlauben 240 mm und 80 mm schon 320 mm. Deshalb sind großformatige Elemente dick und deshalb kommt dünnes Pflaster in kleinen Formaten. Das Verhältnis hält den Stein gegen Bruch in dem Moment, in dem ein Rad ihn an einer Ecke belastet. Was länger und flacher ist, ist eine Platte — sie wird nach DIN EN 1339 hergestellt und geprüft und gehört nicht auf die Zufahrt.
Praktische Folge: Wenn Ihnen jemand ein großes Format in kleiner Dicke für die Zufahrt anbietet, schauen Sie auf dieses Verhältnis. Die Fläche sieht bis zum ersten Winter gut aus, danach brechen die Steine diagonal.
Kennwerte aus dem technischen Datenblatt
Betonpflaster wird nach DIN EN 1338 hergestellt, und der Hersteller legt ein technisches Datenblatt bei. Drei Angaben daraus lohnen den Blick eher als die Farbe:
| Kennwert | Was er in der Praxis bedeutet |
|---|---|
| Spaltzugfestigkeit | charakteristischer Wert mindestens 3,6 MPa — das hält den Stein unter dem Rad |
| Frost-Tau-Widerstand mit Taumittel | 28 Frost-Tau-Wechsel, Masseverlust unter 1,0 kg/m² |
| Abriebwiderstand | Prüfung mit der breiten Scheibe oder nach Böhme, entscheidend auf befahrenen Flächen |
Die Frostprüfung nach dieser Norm umfasst 28 Frost-Tau-Wechsel in Gegenwart von Taumittel. Pflaster, das sie besteht, übersteht den deutschen Winter auch dort, wo gestreut wird. Das ist keine Werbeangabe, sondern eine Bedingung dafür, dass das Produkt überhaupt auf den Markt darf.
Formen und Verlegemuster
Nach der Form unterscheidet man klassische Rechtecksteine (Reihenverband, Läuferverband), Mehrformatsysteme und Verbundpflaster mit verzahntem Profil, das ineinandergreift und dem Verschieben unter Fahrzeugen standhält. Denselben Stein können Sie in verschiedenen Mustern verlegen — und das Muster bestimmt die Zahl der Schnitte und den Verschnitt.
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Häufige Fragen
Welche Steindicke soll ich wählen?
Für Gehwege und Terrassen genügen 40–50 mm, für Hof und Zufahrt mit Pkw 60–80 mm, für Parkplätze und befahrene Flächen 80 mm und mehr. Die Regel ist einfach: je schwerer die Last, desto dicker der Stein und desto dicker der Unterbau darunter.
Welche Formate sind üblich?
Häufig sind 20 × 10 cm (Verbrauch rund 50 Stück/m²) und 10 × 10 cm (rund 100 Stück/m²), dazu Systeme, die mehrere Formate zu einer Verlegeeinheit kombinieren. Ein größerer Stein bedeutet weniger Stücke pro m² und schnelleres Verlegen.
Welche Steinform ist die beste?
Schlichte Rechtecksteine sind am günstigsten und passen überall, Mehrformatsysteme wirken auf größeren Flächen natürlicher, und Verbundpflaster mit verzahntem Profil hält unter Fahrzeugen besser gegen Verschiebung. Der Rest ist eine Frage von Optik und Belastung.
Pflaster nach Farbe aussuchen?
Farbe ist Geschmackssache, doch helle Töne heizen sich weniger auf und verbergen Staub besser; dunkle wirken edel, zeigen dafür Ausblühungen und Schmutz deutlicher. Zwischen den Paletten weichen die Farbtöne leicht ab — bestellen Sie den ganzen Auftrag auf einmal und mit Reserve.
Geschrieben von Michal Antal, Autor von Paving Planner. Die Zahlen im Text rechnet dieselbe App, mit der Pflasterer ihre Angebote erstellen. Zuletzt überprüft am 4. August 2026.