Anleitung
Pflaster verfugen: welcher Sand in die Fuge
Die Verfugung von Pflastersteinen ist der letzte, aber wichtige Schritt: der Sand in den Fugen verzahnt die Steine, verteilt die Last und verhindert, dass sie sich lösen. Üblich ist trockener Quarzsand, für anspruchsvollere Flächen Fugensand mit Bindemittel. Die Fugen müssen mit der Zeit nachgefüllt werden.
So wird verfugt
- Die Fläche muss trocken sein; verteilen Sie den Sand auf dem Pflaster.
- Kehren Sie ihn mit dem Besen in die Fugen, bis diese voll sind.
- Rütteln Sie mit der Rüttelplatte (über einer Gummimatte) ab, damit der Sand sackt.
- Füllen Sie Sand nach und kehren Sie erneut; den Überschuss von der Oberfläche kehren.
- Bei Fugensand mit Bindemittel die Fläche nach Herstellerangabe leicht anfeuchten, damit er aushärtet.
Warum Fugensand und Bettung zusammenpassen müssen
Es gibt eine Bedingung, die in den meisten Anleitungen fehlt: das Material der Bettung muss so abgestuft sein, dass der Fugensand nicht hineinrieseln kann. Mit anderen Worten: der Fugensand darf nicht zwischen die Körner der Bettung fallen.
Fällt er hinein, passiert Folgendes: die Fugen leeren sich nach jedem Regen, Sie füllen im zweiten und dritten Jahr nach und verstehen nicht, warum. Dabei ist der Sand nirgendwohin verschwunden, er ist nur ein paar Zentimeter tiefer gerutscht. Die Steine haben inzwischen ihren seitlichen Halt verloren und fangen an zu wackeln.
Deshalb kommt in die Bettung Splitt 4/8 und kein feiner Grubensand, und deshalb nimmt man für die Fugen eine feinere Körnung als für die Bettung, aber keinen Staub. Wenn Ihnen ein Händler für beides dasselbe anbietet, stimmt etwas nicht.
Womit verfugen
| Material | Wofür geeignet | Achtung |
|---|---|---|
| Quarzsand | Gehwege, Höfe, normale befahrbare Flächen | wird ausgespült, muss nachgefüllt werden |
| Fugensand mit Bindemittel | Gefälle, Traufbereich, oft gereinigte Flächen | teurer, darf nicht auf der Oberfläche aushärten |
| Fugenmörtel | stark belastete und geneigte Flächen | die Fläche verliert Durchlässigkeit und Elastizität |
Für die allermeisten Höfe und Gehwege genügt Quarzsand. Fugensand mit Bindemittel lohnt sich dort, wo die Fugen regelmäßig ausgespült werden: unter der Dachtraufe, im Gefälle oder auf einer Fläche, die oft mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt wird. Er kostet ein Mehrfaches und verzeiht keine Fehler beim Einbau, denn nach dem Anfeuchten härtet auch das aus, was auf der Oberfläche liegen geblieben ist.
Wie viel Sand die Fugen brauchen
Den Verbrauch schätzen Sie über die Fugenlänge. Bei Steinen von 200 × 100 mm kommen rund 15 laufende Meter Fuge auf jeden Quadratmeter Fläche. Bei 3 mm Fugenbreite und 60 mm Steinstärke sind das etwa 2,7 Liter Sand je m², also rund 3 bis 4,5 kg je m² — je nachdem, wie tief sich die Fuge tatsächlich füllt.
Ein größeres Steinformat bedeutet weniger Fugen und weniger Verbrauch, kleinformatiges Pflaster umgekehrt. Für das erste Nachfüllen nach dem Abrütteln rechnen Sie die Hälfte obendrauf, denn der Sand sackt tiefer, als Sie erwarten.
Unkraut in den Fugen
Unkraut wächst nicht von unten durch das Pflaster. Die Samen kommen von oben und keimen im Schmutz, der sich in der Fuge sammelt. Deshalb bekämpft man es am besten mit dem Besen und nicht mit Chemie: in einer sauberen Fuge findet Unkraut keinen Halt.
Kochendes Wasser und Abflammen wirken und greifen den Beton nicht an. Salz und Essig verwenden Sie nicht. Salz zerstört die Oberfläche und verstärkt im Winter Ausblühungen, Essig spült den Sand aus den Fugen. Wenn das Unkraut jedes Jahr zunimmt, sind die Fugen entweder halb leer oder die Fläche hat kein Gefälle und hält Feuchtigkeit.
Pflege der Fugen
Fugen setzen sich mit der Zeit und werden ausgespült — prüfen und ergänzen Sie sie vor allem im ersten Jahr nach dem Verlegen. Unkraut herausziehen und die Fuge nachfüllen, kein Salz verwenden (es greift den Beton an). Regelmäßiges Kehren und Nachfüllen verlängert die Lebensdauer der ganzen Fläche.
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Häufige Fragen
Welcher Sand eignet sich zum Verfugen von Pflastersteinen?
Üblich ist trockener Quarzsand feiner Körnung, der in die Fugen eingekehrt und abgerüttelt wird. Auf Flächen ohne Autoverkehr lässt sich auch Fugensand mit Bindemittel (Polymersand) verwenden, der nach dem Anfeuchten aushärtet und Unkraut besser draußen hält.
Warum müssen die Fugen gefüllt sein?
Der Sand in der Fuge verzahnt die Steine miteinander, verteilt die Last und verhindert, dass sie sich lösen und verschieben. Leere Fugen führen zu wackelnden Steinen und dazu, dass Wasser in den Aufbau läuft.
Wie verhindert man Unkraut in den Fugen?
Es hilft Fugensand mit Bindemittel, konsequentes Nachfüllen und regelmäßiges Kehren. Gegen Unkraut nehmen Sie kein Salz (das greift den Beton an) — ziehen Sie es heraus und füllen Sie die Fuge nach.
Wie oft muss man Sand nachfüllen?
Im ersten Jahr prüfen Sie nach dem Winter und nach starkem Regen, wenn sich der Sand setzt oder ausgespült wird, und füllen nach. Danach genügt eine gelegentliche Kontrolle bei der Frühjahrspflege.
Geschrieben von Michal Antal, Autor von Paving Planner. Die Zahlen im Text rechnet dieselbe App, mit der Pflasterer ihre Angebote erstellen. Zuletzt überprüft am 4. August 2026.